Der Glaube kann Gelassenheit geben

Published: June 22, 2023, 12:32 p.m.

Der K\xf6nig verliebt sich, was ja an sich sch\xf6n ist. Aber er kann seine neue Liebe nicht heiraten, weil er l\xe4ngst verheiratet ist. Also versucht er, seine Ehe annullieren zu lassen, wof\xfcr es aber keinen Grund gibt.\n\nDer Papst lehnt ab und das ist der K\xf6nig nicht gewillt einfach hin zu nehmen. Also gr\xfcndet er die eigene Staatskirche und setzt sich selbst als Oberhaupt dieser Kirche ein. Sein Kanzler Thomas Morus tritt somit sofort von seinem Amt zur\xfcck, weil er als Katholik solchem Bestreben nicht folgen will. Aber der K\xf6nig will den Treueid von allen, auch von ehemaligen Kanzlern. Da er sich weiterhin standhaft weigert wird er eingekerkert und wegen Hochverrats zum Tod verurteilt und hingerichtet.\n\n\nDas Ganze ist fast 500 Jahre her und ist nicht vergessen, weil dieser Thomas Morus ein kluger Mann, ein liebevoller Familienmensch, ein Anwalt f\xfcr Gerechtigkeit gegen jedermann war und einen wundervollen Humor hatte.\n\nSelbst in der Stunde seiner Hinrichtung bittet er ganz gelassen den Henker, ihm doch aufs Schafott zu helfen, herunter w\xfcrde er es dann schon allein schaffen. Und er schiebt seinen wallenden Bart zur Seite, da der ja keinen Hochverrat begangen habe und nicht bestraft werden m\xfcsse.\n\nPapst Johannes Paul II. \xa0hat ihn 2000 zum Patron der Regierenden und Politiker ernannt. Und was hat das heute, am Donnerstagmorgen mit mir, mit Ihnen zu tun? Eigentlich nichts, oder? au\xdfer: manchmal helfen mir solche Beispiele, den eigenen Tag, mit selten so schlimmen Herausforderungen, doch mit etwas mehr Gelassenheit und Ruhe zu beginnen. Mein Vertrauen in Gott und meinen Glauben an ihn zu setzen, auch wenn alle ringsherum anders denken und es auch von mir fordern sollten. Zwei charakteristische Worte von Thomas Morus gebe ich Ihnen gerne mit in den Tag: Der eine:\nViele Menschen erkaufen sich die H\xf6lle mit so gro\xdfer und schwerer Arbeit, dass sie sich mit der H\xe4lfte derselben h\xe4tten den Himmel erwerben k\xf6nnten.\nUnd der Zweite:\nHerr, schenke mir Sinn f\xfcr Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Gl\xfcck kenne im Leben und anderen davon mitteile.