Was soll man sagen, an diesem neuen Morgen, mit dem Wissen, dass da ein Irrer einen Krieg beginnt, um sich noch mehr Land einzuverleiben, obwohl das Land, in dem er herrscht schon so riesig ist, obwohl es schon dort keine Gerechtigkeit, viel Armut und Not gibt, keine Freiheit und absolute Willk\xfcr. Man versteht es nicht und glaubt es auch nicht. Viele Jahre Diplomatie scheinen umsonst, da er und alle seine Vasallen alles gut geplant und hinterh\xe4ltig ausgef\xfchrt haben. Der Rest der Welt ist entsetzt und gleichzeitig ratlos. Wir wollen uns nicht in einen Krieg hineinziehen lassen, den niemand gewinnen kann und in dem es nur Verlierer geben wird. Und alle Appelle, alle Friedenssehnsucht, alle Friedensbewegungen scheinen sinnlos. Jetzt kommt wieder die Frage nach dem starken Mann oder der starken Frau, die dem Despoten entgegentreten und ihm Einhalt gebieten kann.\n\n\nUnd trotzdem: nicht aufh\xf6ren an das Gute im Menschen zu glauben, nicht aufh\xf6ren auf Gerechtigkeit und Frieden zu hoffen, nicht aufh\xf6ren die Liebe zu den Mitmenschen zu leben und nicht aufh\xf6ren zum Gott des Friedens zu beten, von dem all unser Glaube unsere Hoffnung und unsere Liebe kommt. Beten wir mit den Worten des Friedensgebetes, dass im ersten Weltkrieg 1917 entstanden ist und sich mit dem Bild des hl. Franziskus von Assisi auf der ganzen Welt verbreitet hat:\n\n"Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens, dass ich Liebe u\u0308be, wo man hasst;\ndass ich verzeihe, wo man beleidigt; dass ich verbinde, wo Streit ist;\ndass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht; dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel dru\u0308ckt;\ndass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung qua\u0308lt; dass ich Licht entzu\u0308nde, wo die Finsternis regiert; dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.\nHerr, lass mich trachten:\nnicht nur, dass ich getro\u0308stet werde, sondern dass ich tro\u0308ste;\nnicht nur, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;\nnicht nur, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.\nDenn wer da hingibt, der empfa\u0308ngt; wer sich selbst vergisst, der findet;\nwer verzeiht, dem wird verziehen, und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen."