Alles in groer Liebe tun!

Published: Nov. 20, 2023, 11:17 a.m.

Wir hatten am Wochenende Studentinnen bei uns im Konvent zu Kloster auf Zeit. Und weil am Sonntag das Fest der Heiligen Elisabeth gefeiert worden ist, haben wir uns mit ihrer Geschichte befasst.\nElisabeth, die Landgr\xe4fin von Th\xfcringen, ist eine der beeindruckendsten Frauen ihrer Zeit und wahrscheinlich dar\xfcber hinaus. G\xe4be es sonst heute noch so viele Werke und Einrichtungen, die ihren Namen tragen. Und dabei war ihr Start echt alles andere als einfach. Mit vier Jahren wird sie, aus heirats- und machtpolitischen Gr\xfcnden aus ihrer Heimat Ungarn nach Th\xfcringen gebracht und muss in fremdem Land mit fremder Sprache auf der Wartburg aufwachsen. Als der ihr zugedachte Landgrafensohn stirbt, wird sie einfach dem n\xe4chsten verlobt und verheiratet. Das war dann allerdings ein gro\xdfes Gl\xfcck. Denn diesen Ludwig hat sie sehr geliebt, was den Machthabenden dort aber ziemlich egal war.\n\nElisabeth hat sehr gl\xfccklich in Ihrer Ehe mit Ludwig gelebt und mit ihm drei Kinder gehabt. Als er, auf der Reise zum Kreuzzug gestorben ist, w\xe4re sie vor Trauer und Herzeleid fast gestorben. Jegliche, wieder aus Machtkalk\xfcl angebahnten Hochzeiten hat sie ausgeschlagen. Aber dann hat sie sich wieder gefangen. Sie hatte viel von Franziskus von Assisi geh\xf6rt und schon in Eisenach Franziskaner in die Stadt geholt. Nach ihrem Beispiel hat sie dann ihr Leben Gott geweiht, ihren Witwensitz zu einem Hospital gemacht und Kranken und Armen gedient. Alles also, die Ehe mit ihrem Gatten Ludwig, die tiefe Trauer um ihn, die Liebe zu ihren Kindern, die Weihe an Gott und den Dienst an den Kranken und Armen hat sie immer mit ganzem, vollen und liebenden Herzen getan. \xa0\n\nIch finde es ein gutes Bild f\xfcr uns, die wir in so verschiedenen Lebenssituationen sind: Tun wir doch alles, was im Moment dran ist: die Arbeit, das vielf\xe4ltige Engagement, das Beten, das Krank sein, die Pflege von Angeh\xf6rigen und Kindern, das Alt werden, immer mit ganzem Herzen und gro\xdfer Liebe.\n\nMehr ist nicht von uns verlangt \u2013 aber auch nicht weniger. Alles in gro\xdfer Liebe tun.