DK25: National Security Agency

Published: June 21, 2013, 6:01 a.m.

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Die englische Zeitschrift Guardian lies im Juni 2013 eine Bombe platzen. Gest\xfctzt auf die Ver\xf6ffentlichungen des Whistleblowers Edward Snowden ver\xf6ffentlichte die Zeitschrift Details zu verschiedenen \xdcberwachungsprogrammen des Geheimdienstes NSA. Eine wichtige Rolle in der \xf6ffentlichen Diskussion spielt das Programm PRISM.

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Die NSA ist auch 60 Jahre nach der Gr\xfcndung in der breiten \xd6ffentlichkeit weitgehend unbekannt. Nicht umsonst machen manche Leute aus der Abk\xfcrzung NSA die Langform \xbbNo such agency\xab bzw. \xbbNever say anything\xab. Daher haben wir die aktuelle Ereignisse zum Anlass genommen, ein wenig in die Geschichte des Dienstes zu blicken.

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Wir starten unseren \xdcberblick bei der American Black Chamber. Das war eine Tarnfirma, die unter der Leitung von Herbert O. Yardley, diplomatische Nachrichten entschl\xfcsselte. Ein weiterer Zweig, der sp\xe4ter zur NSA f\xfchrte, waren der Signals Intelligence Service bzw. der direkte Vorl\xe4ufer, die AFSA.

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Neben den Vorl\xe4ufern der NSA spielt auch die Zusammenarbeit zwischen den Diensten eine gro\xdfe Rolle. Wir haben daher ein wenig zu BRUSA bzw. UKUSA erz\xe4hlt. Dies ist eine Vereinbarung \xfcber die Zusammenarbeit verschiedener Geheimdienste. Schon w\xe4hrend des zweiten Weltkrieges wurde eine Zusammenarbeit zwischen dem GCHQ und amerikanischen Diensten vereinbart. Einer der Gr\xfcnde f\xfcr die Ann\xe4herung der Dienste vergass Jens in der Sendung zu erz\xe4hlen. Der britische Mathematiker und Kryptoanalytiker Alan Turing sollte den USA beim Aufbau der Turing-Bomben helfen. Doch er wurde bei der Einreise festgesetzt und aus einem geplanten Aufenthalt von zwei Wochen wurden am Ende drei Monate. In der Zeit versuchte er, sich durch die B\xfcrokratie zu k\xe4mpfen und seine eigentliche Arbeit zu machen. Diese negativen Erfahrungen f\xfchrten sp\xe4ter zu den obigen \xdcberlegungen bzw. Vertr\xe4gen.

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Im Verlauf der Sendung diskutieren wir dann die Entschl\xfcsselungsversuche diverser Algorithmen. Innerhalb des UKUSA-B\xfcndnisses gab es anfangs gro\xdfe Erfolge mit russischen Chiffren. Am so genannten Black Friday stellte die Sowjetunion ihre Algorithmen um und die NSA konnte trotz enormer Anstrengungen in den folgenden Jahren nicht in die Inhalte der russischen Kommunikation schauen.

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Wir diskutierten die \xdcberfl\xfcge \xfcber die Sowjetunion und Kuba mit den U-2-Flugzeugen, aber auch den Einsatz von Schiffen und Satelliten. Die U-Boote der NSA haben wir au\xdfen vor gelassen.

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Im Hinblick auf die aktuellen Ver\xf6ffentlichungen wollte J\xf6rg wissen, ob das ein Einzelfall ist. Daraufhin haben wir das Project SHAMROCK etwas beleuchtet. Dies f\xfchrte dann sp\xe4ter zur Einrichtung der Church-Kommission und zum Echelon einzugehen. Dies war zwar keine Abh\xf6rung der US-Inl\xe4nder. Aber das Programm wurde um 2000 stark diskutiert. Selbst innerhalb der EU gab es einen Untersuchungsausschuss und schutzma\xdfnahmen f\xfcr Parlamentarier wurden diskutiert.

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Schlie\xdflich gingen wir auf die vergleichsweise aktuellen Ver\xf6ffentlichungen zu Thinthread, Trailblazer und anderen durch Thomas Drake, William Binney und andere ein. Dabei wurde weiter klar, dass trotz anderslautender \xc4u\xdferungen auch Amerikaner in das Schussfeld geraten. Weiterhin gab das so genannte Warrantless-Wiretapping-Programm. Dort h\xf6rte die NSA s\xe4mtliche Kommunikation ohne Gerichtsbeschluss ab. Dies f\xfchrte zu einer Anpassung des FISA-Gesetzes von 1978 und f\xfchrte weitreichende Erlaubnisse ein.

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Wir haben im Laufe der Sendung viele Details zur Geschichte der NSA weggelassen. Zwei Stunden sind f\xfcr das Thema doch zu wenig. Dennoch sollte euch die Sendung einen guten Einstieg geben und die untenstehenden B\xfccher vertiefen das weiter.

\nDownload und Anh\xf6ren \n \nMusik \nShownotes \nB\xfccher \n

Zu Anfang der Sendung hatte Jens einige B\xfccher zur NSA angesprochen. Die ersten Ver\xf6ffentlichungen lieferte James Bamford. Sp\xe4ter lieferte Matthew M. Aid eine weitere Biografie zur NSA.

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