Numerische Experimente zur Untersuchung der Wechselwirkung einer Tropischen Zyklone mit einem auertropischen Tiefdruckgebiet

Published: Oct. 26, 2007, 11 a.m.

Tropische Zyklonen, die aus den Tropen in h\xf6here Breiten kommen, wechselwirken dort oft mit einem au\xdfertropischen Tiefdruckgebiet. Das daraus entstandene System kann sich infolge der Wechselwirkung nochmals verst\xe4rken und hohe Windgeschwindigkeiten und starke Niederschl\xe4ge in den mittleren Breiten hervorrufen, die normalerweise von solchen Wetterextremen nur selten bedroht sind. Gerade solche Ereignisse gehen oft mit erheblichen Vorhersagefehlern\neinher und das, obwohl hier eine verl\xe4ssliche Vorhersage aufgrund der heftigen Wettererscheinungen sehr wichtig w\xe4re. Ein besseres Verst\xe4ndnis der zugrunde liegenden Dynamik k\xf6nnte helfen diese Vorhersagen zu verbessern.\n\nHier wurden idealisierte, numerische Experimente durchgef\xfchrt, erstens um herauszufinden, ob ein hurrikan-\xe4hnlicher Wirbel die barokline Entwicklung entscheidend beeinflussen oder sogar ausl\xf6sen kann. Dazu wurde der Tropische Wirbelsturm zu verschiedenen Zeitpunkten eingesetzt, zum einem zu einem Zeitpunkt bei dem die barokline Welle gerade initialisiert wird, zum anderen zu einem reiferen Entwicklungsstadium der baroklinen Welle. Zweitens wurden die Anfangspositionen des Hurrikans variiert, um zu untersuchen, wie die Lage des tropischen Systems relativ zur Welle deren zuk\xfcnftige Entwicklung ver\xe4ndert. Alle Experimente wurden mit dem zyklonalen und antizyklonalen Entwicklungsmuster einer baroklinen Welle durchgef\xfchrt.\n\nKommt der Tropische Wirbelsturm in eine fast ungest\xf6rte, barokline Umgebung, hatte er in diesen numerischen Experimenten einen erheblichen Anteil an der Entwicklung der Welle. Bei einem sp\xe4teren Zeitpunkt war dies nicht der Fall. Au\xdferdem stellte sich heraus, dass kleine \xc4nderungen der Lage von Hurrikan relativ zur baroklinen Welle die Entwicklung entscheidend beeinflussen k\xf6nnen. Eine hinreichend genaue Kenntnis der Position des Hurrikans und der baroklinen Welle ist n\xf6tig, um eine korrekte Vorhersage machen zu k\xf6nnen. Eine wichtige Rolle, ob nach der Wechselwirkung eine Verst\xe4rkung stattfindet, scheinen die Gr\xf6\xdfenverh\xe4ltnisse zu spielen. Beim zyklonalen Entwicklungsmuster hat sich ein relativ gro\xdfskaliger Trog entwickelt, bei dem keine Verst\xe4rkung auftrat nach der Wechselwirkung. Durch das typische Ausd\xfcnnen des Troges im antizyklonalen Fall hatte der Trog in etwa die gleiche Gr\xf6\xdfenordnung wie der Hurrikan und es gab eine Verst\xa8arkung nach der Wechselwirkung.